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Projektmanagement

Deutsche Bauunternehmen liegen inzwischen mit einer Umsatzrendite von unter 2,0% am unteren Ende der allgemeinen Branchenskala. Die Ergebnissituation im Kerngeschäft ist durch ein Projektportfolio mit sehr geringer Gesamtrendite, durch hohe, oft zu spät erkannte Risiken im Auftragsbestand.

Hinzu kommt einer Vielzahl von laufenden Baustellen, die von einer negativer Baustellenrendite geprägt und die Bilanzen der chronisch unterkapitalisierten Bauunternehmen durch ein rückläufiges Anlage- und steigendes Umlaufvermögen charakterisiert sind.

Als Ursachen dieser Missstände werden oft die schwer zu beeinflussenden Markt- und Rahmenbedingungen der Bauindustrie genannt:

  • Rückläufige Baukonjunktur
  • Ruinöse Preiswettbewerb
  • Mittelbereitstellung der öffentlichen Hand
  • Niedrige Markteintrittsbarrieren
  • Nachlassende Zahlungsmoral
  • Steigende Risiken bei Bauprojekten
  • Entscheidungsresistente Auftraggeber

Doch diese externen Faktoren können nicht allein Ursache an der unbefriedigenden Ertragslage der Unternehmen sein. Faktum ist, dass die akute wirtschaftliche Lage von Bauunternehmen nicht nur auf konjunkturelle, sondern ebenso auf unternehmensinterne, strukturelle und organisatorische Schwachstellen zurückzuführen ist.

Gründe finden sich auch im eigenen Unternehmen

Auch die verzögerte organisatorische Anpassung vieler Bauunternehmen an das sich verändernde Markt- und Wettbewerbsumfeld hat zu einer dramatischen Verschlechterung der Ergebnissituation geführt. Im Branchenvergleich von Restrukturierungs- und Reorganisationsmaßnahmen liegt die Bauindustrie weit abgeschlagen hinter der Automobil-, Chemie-, Elektro-, Pharma- und Telekommunikationsindustrie.

Der wachsende Druck auf Baukosten, Bauqualität und Bauzeit erfordert neue Organisationsformen und Arbeitsmethoden, die einer Leistungserstellung mit Projektcharakter entsprechen.

Die Lösung: Gezieltes Projektmanagement

Ein effizientes Management und Controlling der komplexen, miteinander verknüpften Wertschöpfungsstufen eines Bauprojektes ist daher der entscheidende Schlüssel zur Sicherung der Projektprofitabilität trotz knapp kalkulierter Preise. Die Abwicklung von Bauprojekten ist und bleibt jedoch das Herzstück der Bauunternehmen.

Ziel des Projektmanagements ist, den nicht kontinuierlichen sondern konjunkturabhängigen Auftragseingängen und den geringen Margen des ausführungsorientierten Stammgeschäftes zu entfliehen. Um deutlich höhere Renditen zu erreichen, hat sich die Wandlung der Bauindustrie vom Generalunter- bzw. Übernehmertätigkeit bis hin zur Projektentwicklung vollzogen.

Die harte Konkurrenzsituation in der Bauwirtschaft zwingt die Führungskräfte in Bauunternehmen verstärkt zum Einsatz von Steuerungsmechanismen, wenn sie Ihre Unternehmen wettbewerbsfähig halten und deren Existenzsichern wollen.

Hier kommt dem Projektmanagement die bedeutende Rolle im Unternehmen zu, um die Profitabilität von Bauunternehmen zu sichern. Der Umstieg jedoch vom ausführenden hin zum organisierenden und koordinierenden Unternehmen erfordert projektbezogene Kompetenzen im Bereich der operativen Abwicklung, der Logistik, im Controlling und in der Risikobewältigung. Den mit dieser Entwicklung verknüpften Änderungen in den betrieblichen Abläufen, in der Unternehmensorganisation und -führung ist jedoch nicht immer Rechnung getragen worden. Die Folge ist, dass die notwendigen Engineering- und Managementfokussierten Kernkompetenzen oftmals nur unzureichend vorhanden sind. Die mit den angestrebten höheren Renditen verbundenen wirtschaftlichen Risiken können nicht mehr angemessen beherrscht werden.

Wo wir ansetzen

Angesichts oben genannter schwieriger Randbedingungen kommt einem professionellen Projektmanagement zum Erhalt der Markt- und Wettbewerbsfähigkeit eine überlebenswichtige Bedeutung zu.

In unserem Projektmanagement-Modell verknüpfen wir die Faktoren Mitarbeiter,  Organisation und Prozesse miteinander und gelangen nach einer Bestandsanalyse zu einem umsetzungsfähigen Maßnahmenkatalog für gesamtorganisatorische Anpassungsmaßnahmen. Die so aufgezeigten Schwachstellen sind gleichzeitig unsere Ansatzpunkte für Verbesserungspotenziale und offerieren eine neue Unternehmensausrichtung auf Kundenanforderungen, Mitarbeiterentwicklung und Ergebnisorientierung. 

Damit entsprechen wir gleichzeitig einem Projektsteuerungssystem welches den Anforderungen an die Einführung von Qualitätsmanagementsystemen der DIN EN ISO 9001 zu einem unternehmensübergreifenden, prozessorientierten Ablauf im Unternehmen sehr nahe kommt.